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Inspiration 01/2017 dt

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Der Drang, sich

Der Drang, sich auszudrücken: Nach wilden Jahren im Fels, extremen Expeditionen in die Höhe, Hitze und Kälte, nach Dutzenden Büchern, sechs Museen und einem Regiedebüt hat Reinhold Messner, 72, eine neue Erzählform gefunden: «In Sigmundskron gibt es jetzt einmal in der Woche ein Gespräch am Feuer. Ich sitze dort und erzähle Geschichten. Wie der Barde, der etwas erlebt hat und nach Hause kommt.» Gipfeltreffen 18

«WIR STEIGEN NUR KURZ AUS DER ZIVILISATION AUS» Reinhold Messner, der vor Kurzem mit seinem Programm «Über Leben» durch die Schweiz tourte, im Interview über das Zeitalter des Pistenalpinismus, die Nachteile von Facebook und die Frage, wie viel Spass Bergsteigen eigentlich macht. Herr Messner, zählen Sie eigentlich mit, ob Sie mittlerweile mehr Erstbesteigungen oder mehr Bücher geschaffen haben? Noch habe ich mehr Erstbegehungen, nicht mehr allzu viele allerdings. Nach Ihrem Regiedebüt «Still Alive» kommen zu den Büchern jetzt auch noch Bergfilme. Was haben Sie vor? Ideen habe ich viele – sei es für Bücher, sei es für Filme – weit über mein Leben hinaus. Meine Möglichkeiten sind aber begrenzt. Ich werde ohne jeden Druck weiterhin Geschichten erzählen. Jetzt, da ich gesehen habe, dass dieser erste Film «Still Alive» funktioniert hat, arbeite ich weiter. Er hätte ja auch nicht funktionieren können! Er ist im Grunde absolut Low Budget, mit bescheidensten Mitteln gemacht, nur die Erzählform ist eine ganz eigene. Nämlich? Ich nehme nur Tatsachen, Tatsachen sind stärker als unsere Fantasie. Ich muss nur emotional ganz nahe bei den Tatsachen bleiben. Und: In meinen Filmen wird es nie eine moralische Wertung geben, nur: So ist es passiert. Die Zuschauer können sich ihre Gedanken dazu machen. Ich spiele dabei selber keine Rolle. Ich bin nur der Erzähler, wähle Dramaturgie und Erzählstandort. Die Geschichte des Bergsteigens erzählen Sie gerne mit dem Dreiklang «Eroberungsalpinismus – Schwierigkeitsalpinismus – Verzichtsalpinismus.» Was macht den heutigen Verzichtsalpinismus aus, und wer sind seine Vertreter? Die Phase des Verzichtsalpinismus war eine kurze, sehr kurze Phase. Natürlich haben einige wenige des traditionellen Bergsteigens die Werte des Verzichtsalpinismus mitgenommen, und leben sie gekonnt aus. Aber es werden immer weniger. Wir leben im Zeitalter des Pistenalpinismus. Aber auch heute gibt es doch Alpinisten, die die Grenze zwischen möglich und unmöglich verschieben. Ein Hansjörg Auer, ein Marko Prezelj, ein Steve House – werden das wirklich weniger? Weniger im Verhältnis zu der Legion von Leuten auf den Pisten, bis zur Spitze des Mount Everest. Woran machen Sie das fest? An der Zahl. Ganz einfach. Es gehen heute mehr Leute auf den Berg als früher. 90 Gipfeltreffen 19

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