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Inspiration 01/2017 dt

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UNSERE VIDEO-TIPPS

UNSERE VIDEO-TIPPS Eisklettern für Einsteiger Dani Arnold Ice Climbing «Flying Circus | Mach 3 | Crack Baby» – Eisklettern für Profis Steigeisen als Verbindung und Haltepunkte im Eis. Michaels Rat: «Die Fersen leicht hängen lassen.» Das spart Kraft und verbessert den Halt der Frontzacken im Eis. Werkzeuge: Eisgeräte und Steigeisen alpinen Felsklettern (V. Schwierigkeitsgrad) sollte man dazu allerdings mitbringen. Bergführer vermitteln das spezielle Eis- Know-how: Wie setze ich die Eisschrauben zur Sicherung, wie werden sie am wenigsten stark belastet? Wie schwinge ich das Eisgerät am effektivsten? Wie finden die Steigeisen effizient und kraftsparend Halt? Ein paar fundamentale Tipps hat Michael Wicky bereit. Faustregel: «Beim Eisklettern wird möglichst nicht gestürzt.» Schliesslich sitzen Eisschrauben nicht immer so sicher wie zementierte Bohrhaken in fixen Felskletterrouten. Und bei Stürzen mit Steigeisen drohen Fussgelenks- und Schnittverletzungen. «Wichtig ist es auch, die Eisgeräte gezielt und mit Köpfchen ins Eis zu treiben.» Ideales Ziel: Vertiefungen und Dellen im Eis. Dort ist die Gefahr, dass das Eis splittert, deutlich geringer als an Beulen und Punkten, an denen sich das Eis nach aussen wölbt. Neben den Eisgeräten dienen die Apropos Steigeisen: Sie zählen zu den wichtigsten Tools für Kletterkünstler im Eis. An erste leichte Schnupperseillängen können sich Einsteiger auch mit Hochtouren-Steigeisen wagen. Wer Eisklettern aber richtig lernen will, sollte sich Steileis-Steigeisen zulegen oder bei Bächli Bergsport mieten. Mit ihren aggressiven Frontzacken bieten sie einen deutlich besseren Halt. Für Anfänger empfehlen sich Modelle mit Doppelzacken. Die bieten eine gute Stabilität. Experten und Drytooling-Fans greifen gerne zu Monozacken-Modellen, die noch mehr Präzision beim Tritt ermöglichen. Hochtourenschuhe mit steifer Sohle und guter Isolation in Kombination mit warmen Merinosocken erlauben eine gute Kraftübertragung und beugen kalten Zehen vor. Wem das nicht reicht, der kann die Schuhe mit einer Schuhheizung aufrüsten. Genauso wichtig sind die Eisgeräte: Steileis-Geräte ohne oder mit ergonomisch ge- Eisiger Vorhang: Tropfen für Tropfen entsteht an sonst feuchten Felswänden bei Minustemperaturen eine vergängliche Kletterarena. Expert 32 visualimpact/Thomas Senf

MR. EIGERS EIS-TIPPS formtem Griff am Schaftende. Letztere eignen sich auch zum Dry-Tooling und Mixed-Klettern. Herkömmliche Hochtourenpickel mit geradem Schaft taugen zum Eisklettern nicht. Wichtig: Die Haue sollte immer gut geschliffen sein. «Mit einer Werkzeugfeile lassen sich die Eisgeräte am Abend vor der Tour ohne viel Aufwand scharf machen», empfiehlt Michael Wicky. Unverzichtbar beim Eisklettern sind Eisschrauben in unterschiedlichen Längen, mindestens 15 pro Seilschaft. Je länger, desto besser hält die Schraube im Eis. Vo - rausgesetzt, das Eis ist dick genug. Zum Bohren von Eis-Sanduhren ist auf jeden Fall eine lange Schraube nötig – und dazu ein Seilfädler, den man sich notfalls aus einer Fahrradspeiche selbst bauen kann. Bei längeren Touren greifen erfahrene Eiskletterer in der Regel zu Halbseilen und hängen oft nur eines der Seile pro Zwischensicherung ein. Die Zweifach-Lösung verringert die Reibung, belastet die Zwischensicherungen weniger und bietet mehr Seil beim Abseilen. Der Rest der Utensilien unterscheidet sich kaum von denen für alpine Klettertouren: Klettergurt, Bandschlingen, Schraubkarabiner, Expressen. Genauso wichtig wie die Hardware ist die Bekleidung. «Es gibt Tage, da wirst du richtig nass beim Eisklettern», erzählt Michael Wicky. «Deshalb sind Jacken und Hosen mit einer wasserdichten Membrane empfehlenswert.» Der Aussenstoff sollte möglichst robust sein, um bei Kontakt mit Felskanten oder dem Eisgerät Schnitt- oder Scheuerschäden zu vermeiden. Und darunter? «Da ist man für jede warme Schicht dankbar», weiss Michael aus Erfahrung. Merino-Unterwäsche, eine Isolationsschicht aus Fleece, darüber eine Jacke mit Kunstfaserwattierung – damit bleibt man auch in schattigen Schluchten einigermassen warm. Aus serdem Gold wert: «Eine gute Daunenjacke fürs Sichern am Stand und drei Paar Handschuhe zum Wechseln.» Schliesslich sollen Klettertouren im Kühlschrank von Mutter Natur ja Spass machen und nicht mit Frostbeulen an den Fingern enden. Am Fusse des Eigers ist Roger Schäli zu Hause. Bereits 35 Mal hat der Bächli Bergsport Athlet die Nordwand durchstiegen – auf 15 verschiedenen Routen und zu jeder Jahreszeit. Damit ist er der genau richtige Mann für Profi- Tipps zum Eisklettern. Welche Ausrüstungsteile sind für Eiskletterer unverzichtbar? Neben gut geschliffenen Eisgeräten und Steigeisen auf jeden Fall die Handschuhe. Und zwar nicht nur ein Paar. Ich nehme auf Eistouren mindestens zwei Paar robuste, nicht allzu dicke Fingerhandschuhe mit. Das Paar, das gerade nicht in Gebrauch ist, stecke ich vorne in die Jacke zum Trocknen. Die Top-Modelle sind kostspielige Verschleissteile, dafür bieten sie viel Grip und Gefühl. Hinzu kommt noch ein Paar dicke Handschuhe zum Aufwärmen. Ein Seilfädler mit scharfem Haken und eventuell einer Klinge erleichtert das Anbringen von Reepschnüren und Seilen in Eis-Sanduhren. Gegen permanent kalte Zehen gibt’s warme, wasserdichte Socken oder sogar welche mit Primaloft-Füllung. Aber aufpassen: Die Schuhe sollten gross genug sein. Nicht verzichten möchte ich auf meine Thermoskanne (0,5 l) mit heissem Tee. Den «strecke» ich unterwegs mit Schnee, so kühlt er etwas ab, und ich habe mehr Flüssigkeit. Worauf sollten Einsteiger bei der Klettertechnik achten? Grundvoraussetzung eins: ein sicherer und stabiler Stand. Nur so können die Eisschrauben in Hüfthöhe schnell und sicher ins Eis gedreht werden. Ein Arm bleibt am Eisgerät. Grundvoraussetzung zwei: eine präzise Schlagtechnik. Die lässt sich gut am Fuss einer Eiswand üben. Man traversiert und versucht, die Eisgeräte gezielt und dosiert in Mulden und Ritzen ins Eis zu schlagen. Der Schlag erfolgt nicht mit roher Kraft, eher locker, sodass das Gerät seinen Schwung entfalten kann. Dabei die Haue nicht zu tief ins Eis treiben. Und wo sind die Hot-Spots der Eiskletterszene? Die Schweiz bietet von Graubünden bis ins Wallis enorm viele Möglichkeiten. Hot-Spot ist Kandersteg. Oeschiwald ist die wohl berühmteste Eiskletterwand der Schweiz und dank des kurzen Zustiegs auch für Einsteiger attraktiv. Auch Unterschächen im Urner Land (Brunnital) hat sich in den letzten Jahren zu einem Zentrum für Eiskletterer entwickelt. Pontresina im Oberengadin bietet sogar eine künstlich vereiste Schlucht und eine künstlich vereiste Felswand an der Diavolezza. Salewa Expert TEXT: CHRISTIAN PENNING FOTOS: ZVG 33

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